Ganzhausheizung

Für alle, die auf nichts verzichten wollen und Unabhängigkeit in der Wahl der Energiequelle schätzen. Mit einer Kombination aus Holz- und Solarenergie regelt eine kompakte und individuelle Technik den Wärme- und Warmwasserhaushalt eines Niedrigenergiehauses über das ganze Jahr.
Der holzbefeuerte Ofen kann automatisch mit Pellets versorgt oder an einem stimmungsvollen Abend mit Scheitholz ganz traditionell beheizt werden. Das Feuer erhitzt den Kessel der zentralen Heizanlage und einen Wärmespeicher, in den auch die von der Solaranlage eingefangene Sonnenenergie fließt und so jederzeit zur Verfügung steht. Mit der Ganzhausheizung installieren Sie sich eine unabhängige Komplettlösung auf Basis regenerativer Energie und genießen gleichsam den ursprünglichen Reiz von der Nutzung des Feuers durch den Menschen.



Gegenstromprinzip

Das Gegenstromprinzip (auch Gegenstromverfahren) ist eine beim Wärme- oder Stoffaustausch angewandte Methode, bei der zwei Stoffströme in entgegengesetzter Richtung aneinander vorbeigeführt werden.
Beim Gegenstromprinzip lässt man zwei Stoffströme – beispielsweise kalte und warme Luft oder Rauchgas und Waschflüssigkeit – aus entgegengesetzter Richtung aneinander vorbeiströmen und bringt sie derart in Kontakt zueinander, dass zwischen ihnen der Austausch von Stoff oder Wärme möglich ist. Da durch die Stromführung immer ein Temperatur- oder Konzentrationsgefälle zwischen den Stoffströmen besteht, ist es (im Idealfall) möglich, nahezu die gesamte Wärme- oder Stoffbeladung von einem Stoffstrom auf den anderen zu übertragen. Dies ist insbesondere in der Trenntechnik und in der Wärmerückgewinnung von großer Bedeutung. Das Verfahren wurde von Werner von Siemens 1857 formuliert und von Carl von Linde 1895 erstmals großtechnisch genutzt.



Grundofen


Ein Grundofen ist ein Wärmespeicherofen. Die gespeicherte Energie gibt ein Grundofen über einen langen Zeitraum hinweg als wohlige Wärme ab.
Trotz aller Ursprünglichkeit steckt im Inneren des Grundofens heute ein modernes Heizsystem, das seine längere Aufheizzeit durch lang anhaltende Speicher- und Strahlungswärme vergessen lässt. Es gibt drei Varianten, die nach ihrer Speichermasse unterschieden werden: leichte, mittlere und schwere Bauart.
Das Herzstück des Grundofens ist der Feuerraum mit seinen Heizgaszügen.
Auf dem Weg zum Schornstein strömen die Heizgase aus dem Brennraum über keramische Züge durch den Ofenkörper. Auf diesem Weg geben sie so ihre Energie an das Schamottematerial des Ofens ab. Dank dieses ausgeklügelten Systems erreicht der Grundofen einen Wirkungsgrad von fast 90 Prozent.



Heizkamin

Die Funktionsweise des Heizkamins entspricht weitgehend dem des Warmluftofens. Allerdings verfügen Heizkamine über eine mehr oder minder große Glasscheibe, über welche man das Feuerspiel genießen kann. Ein Vorteil des Heizkamins im Vergleich zum Warmluftofen ist der höhere Anteil Strahlungswärme. Diese gelangt unmittelbar nach Heizbeginn über die Sichtscheibe in den Raum und sorgt so für ein angenehmes, warmes Raumklima.

Heizwert

Da Holz ein Naturprodukt ist, unterliegt sein Aufbau und seine Zusammensetzung Schwankungen. Das kann sich auch auf den Heizwert pro Masse zum Beispiel in kWh/kg) oder pro Volumen (zum Beispiel in kWh/Kubikdezimeter) auswirken.
Beim Heizwert je Masseneinheit (kWh/kg oder MWh/t) spielt die unterschiedliche Dichte der Holzarten keine Rolle. Wichtig ist jedoch der Wasseranteil, er wird angegeben als Wassergehalt w% (Wassermasse bezogen auf Gesamtmasse) oder als Holzfeuchte u% (Wassermasse bezogen auf Trockenmasse). Ein Wassergehalt von beispielsweise 50 % entspricht einer Holzfeuchte von 100 %.
Der Heizwert von feuchtem Holz ergibt sich aus dem Heizwert der in ihm enthaltenen Trockenmasse, von welchem die Energie abgezogen werden muss, die zum Verdampfen des Wasseranteils benötigt wird. Diese beträgt 0,63 Kilowattstunden je kg Wasser.
Absolut trockenes Laubholz hat einen Heizwert von ca. 5 kWh/kg. Der Heizwert von Nadelholz liegt mit 5,2 kWh/kg aufgrund der anderen chemischen Zusammensetzung des Holzes etwas höher.


Heizwert je Gewichtseinheit (Nadelholz/Laubholz) in Abhängigkeit vom Wassergehalt
Beispielberechnung für den Heizwert
von 1 Kilogramm Brennholz mit 20 % Wassergehalt:
80 % * 5,2
kWh − 20 % * 0,63
kWh = 4,03
kWh
________________________________________
Heizwert der absoluten
Trockenmasse minus Verdampfungs-
Wärme des Wasser-
Anteils gleich Heizwert
normal

Heizwert von 1 kg Brennholz (Trockemasse): 5,2 kWh
Energie zum Verdampfen von 1 kg Wasser: 0,63 kWh
Aus der Beispielrechnung ergibt sich, dass die Abnahme des massebezogenen Heizwertes mit zunehmendem Wasseranteil hauptsächlich auf der Verringerung des Trockenmasseanteils und erst zweitrangig auf der zunehmenden Verdampfungswärme des Wassers beruht (welche die Energieausbeute beim Verbrennen verringert).


Holzherd

Ein Holzherd – die Feuerstelle, Wärmequelle und Kochstelle eines Hauses.
Für umweltbewusste Menschen, die Kochen in der ursprünglichen Form bevorzugen, ist ein Holzherd die perfekte Wahl. Nichts strahlt soviel Behaglichkeit in einer Küche aus, wie ein Holzherd, bei dem man das Flammenspiel durch ein Sichtfester beobachten kann, während gleichzeitig auf der Herdplatte das Essen kocht.